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1

02.05.2017, 11:23

Erster Unfall - BAK: 2.04% - Was tun?

EDIT: Text ist irgendwie komisch formatiert, aber hoffe ist dennoch einigermaßen lesbar
Hallo Community,





kurz zu mir:





Ich bin 25 Jahre alt und mache momentan
meinen Master in Mathematik. Mir wurde letztes Jahr im Februar
aufgrund einer Trunkenheitsfahrt in Verbindung mit einem Unfall der
Führerschein entzogen. Da ich Student bin und am Campus wohne, bin
ich nicht großartig auf einen Führerschein angewiesen, sodass ich
es bislang aufgeschoben habe, mich um die Wiederbeschaffung meines
Führerscheins zu kümmern. Diese Prokrastination ist leider ein sehr
typisches Verhalten meinerseits, das mir schon oft sehr im Weg stand,
aber ich versuche mich zu bessern. Wie dem auch sein: Ich möchte
meinen Führerschein gerne noch während meines verbliebenen Jahres
als Student wiedererlangen und verfasse deswegen diesen Thread.





Zu meiner Geschichte:





Das ganze ereignete sich letztes Jahr
im Februar, zu Fasching. Ich wohne eigentlich in einer Großstadt,
war zum Weiberfasching aber in meine alte Heimat gefahren. Das Dorf
in dem die Veranstaltung war, ist 20km von der Wohnung meiner Eltern
entfernt, also bin ich mit dem Auto hin gefahren. Ich wusste, dass
ich trinken werde, allerdings habe ich mit einem Freund ausgemacht,
dass ich wie so oft bei ihm schlafen werde. Da ich bereits etwas spät
dran war, bin ich direkt zum Veranstaltungsort gefahren und habe mein
Auto in der Nähe geparkt.

Dort angekommen habe ich erstmal
Vodka-Energy getrunken. Später auch mal Bier. Exakte Angaben über
die genaue Anzahl und Uhrzeit kann ich leider nicht machen. Es war
definitiv viel zu viel. Oft habe ich alte Bekannte getroffen, die man
schon länger nicht gesehen hat, da ich nur noch selten in dem Ort,
in dem ich aufwuchs, bin. Wie das so ist, wird man dann dazu
eingeladen mal einen gemeinsam zu trinken. Habe keinen genauen
Überblick darüber gehabt wie viel ich getrunken habe, da ich mich
eigetnlich noch als "Herr der Lage" gefühlt habe. Doch
plötzlich kam wohl alles auf einmal und ich habe vermutlich ab so
ca. 3:00 keine Erinnerung mehr. Ich kann mich auch nicht daran
erinnern ins Auto gestiegen sein, aber ich vermute, dass ich Idiot
wohl zu faul war zu meinem Freund zu laufen und stattdessen dachte,
ich könnte auch einfach heimfahren. Diese dumme Idee endet damit,
dass das nächste was ich weiß ist, wie ich plötzlich auf der
Straße stehe. Auto an die linke Seitenplanke gefahren, Schaden am
linken Kotflügel, linker Reifen geplatzt und natürlich ist der
Akku des Handys leer. Irgendwann hielt ein netter Mann an, der für
mich die Polizei rief. Sie ließ mich Pusten (Wert: 1.9 Promille),
nahm mich mit auf die Polizeiwache und nahm mir Blut ab. Da ich noch
stark betrunken war, war ich verhältnismäßig ruhig und ich
befürchte sogar etwas frech gegenüber den Polizisten gewesen zu
sein. Nicht beleidigend, aber glaube eben frech, da mir der Ernst der
Lage zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst war. Musste dann mit dem
Taxi heim. Dieser Moment in dem mir bewusst wurde, dass ich in
wenigen Augenblicken meinen Eltern davon berichten musste, war
tragisch und ich hatte einfach nur Angst davor. Ich würde mich nicht
als besonders emotionalen Menschen bezeichnen, aber ich bin noch
bevor ich meinen ersten Satz ausformulieren konnte, vor ihnen in
Tränen ausgebrochen. Bevor ich die Tür aufmachte, malte ich mir
schon aus wie sie reagieren würden: Wut? Lautes Geschrei? Schwere
Vorwürfe? Allen voran die mutmaßliche Reaktion meines Vaters
bereitete mir Sorgen. Umso erstaunter war ich, dass er mich
stattdessen umarmte. Meine Eltern brachen beide in Tränen aus. Ich
glaube sie hatten etwas schlimmeres erwartet als einen Unfall unter
Alkoholeinfluss. Es war ein sehr emotionaler Moment und mir wird beim
Tippen dieser Zeilen wieder ein wenig komisch, wenn ich daran zurück
denke. In den nächsten Tagen bin ich in ein Loch gefallen. War sehr
depressiv. Viel nachgedacht und natürlich die "Was wäre
wenn... ?"-Fragen gestellt. Bin von Natur aus ein Mensch, der
viel hinterfragt und gerne dementsprechend oft die "Warum..
?"-Frage stellt. Irgendwann bin ich dann an einen Punkt gelangt,
an dem man sich um mehr als nur seinen Alkoholkonsum Gedanken macht,
sondern sein gesamtes Leben, seinen Charakter hinterfragt, weil es
unzählige Faktoren sind, die zu dieser Situation geführt haben.
Nachdem ich also letztes Jahr so viel Mist gebaut habe, verlief die
Uni zumindest so gut wie noch nie. Ich glaube durch den Unfall wurde
eine Art inneres Bedürfnis geweckt etwas "Gutes" zu tun,
um den Unfall zu kompensieren, damit ich auf etwas Blicken und stolz
sein kann. Habe mich so viel angestrengt wie noch nie, auch am
Wochenende gelernt statt feiern zu gehen und werde meinen Abschluss
wohl "sehr gut" schaffen. Bleibt nur noch die Aufgabe
meinen Führerschein wieder zu bekommen und dann kann ich wohl
positiv in Richtung Zukunft blicken. Das war jetzt ein unnötig
langer Text, aber hat mir irgendwie ganz gut getan alles ein mal
niederzutippen.





Kurzversion:





Im Februar letzten Jahres das erste mal
einen Unfall gebaut. War betrunken.

Atemalkohol: 1.9%

BAK: 2.04%





Weiß nicht genau wie viel und wann ich
getrunken habe. Kann mich nicht daran erinnern ins Auto gestiegen zu
sein.






FRAGE: Wie muss ich vorgehen um meinen
Führerschein zu erhalten?

Theorethisch darf ich ihn bereits neu
beantragen, aber dazu benötige ich ein positives Ergebnis bei der
MPU. Soweit ich weiß ist eine Abstinenz nicht notwendig, aber ohne
Nachweis einer Abstinenz ist das Bestehen der MPU wohl aussichtslos.
Bleibt die Frage wie lange ich abstinent sein muss? Reichen 6 Monate
oder sollte ich in meinem Fall direkt 12 Monate verzichten?





Gibt es sonst etwas, das ich beachten
muss? Würdet ihr mir empfehlen Kurse/Seminare zu besuchen, oder sich selbst auf die MPU vorzubereiten?





Mein Plan ist momentan folgender:

Mich an ein Labor in der Nähe wenden,
dass mich innerhalb der 6 Monate oder ggf 12 Monate spontan testet
und mir den Beweis meiner Abstinenz für die MPU liefert. Nach dem
Abstinenzzeitraum einen Termin für eine MPU vereinbaren. Bestehen.
Und dann mit dem positiven Ergebnis der MPU meinen Führerschein bei
der entsprechenden Behörde beantragen. Oder habe ich etwas
vergessen?









Danke scho nmal im Voraus für jegliche
Hilfe/Rat!

mark8568

"Dampfplauderer"

  • »mark8568« ist männlich

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Wohnort: Nürnberg

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2

02.05.2017, 13:21

Hallo kalov91 :will

BAK: 2.04%
ist auf jeden Fall eine MPU fällig
Weiß nicht genau wie viel und wann ich
getrunken habe
das wirst Du aber rekonstruieren müssen, um den BAK zu erklären
Theorethisch darf ich ihn bereits neu
beantragen, aber dazu benötige ich ein positives Ergebnis bei der
MPU.
das erklär ich weiter unten
Soweit ich weiß ist eine Abstinenz nicht notwendig, aber ohne
Nachweis einer Abstinenz ist das Bestehen der MPU wohl aussichtslos.
Du kannst Dir auch Gedanken über KT machen. Lies mal hier >>>hier<<<
Reichen 6 Monate
oder sollte ich in meinem Fall direkt 12 Monate verzichten?
bei freiwilliger Abstinenz reichen 6 Monate
Würdet ihr mir empfehlen Kurse/Seminare zu besuchen, oder sich selbst auf die MPU vorzubereiten?
Du kannst dich hier gerne vorbereiten. Die angebotenen Seminare sind meiner Meinng Geldschneiderei
Mich an ein Labor in der Nähe wenden,
dass mich innerhalb der 6 Monate oder ggf 12 Monate spontan testet
und mir den Beweis meiner Abstinenz für die MPU liefert.
das muss aber zertifiziert sein DIN ISO EN 17025
Nach dem
Abstinenzzeitraum einen Termin für eine MPU vereinbaren. Bestehen.
Und dann mit dem positiven Ergebnis der MPU meinen Führerschein bei
der entsprechenden Behörde beantragen. Oder habe ich etwas
vergessen?
erst Vorbereitung, vor allem auf das psychologische Gespräch und Nachweise führen. Dann FS beantragen. Die FsSt sagt Dir dann schriftlich, was Du alles benötigst und fordert auch zur MPU auf. Erst dann kann eine MPU erfolgen. Das Vorgehen ist in der Reihenfolge zwingend
Gruß aus Nürnberg
mark8568 :wave:

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++


Evtl. rechtiche Hinweise stellen keine Rechtsberatung dar
"Nüchtern wäre ich doch nie besoffen Auto gefahren"
Mein Geschwafel ist lediglich eine Mischung aus Lebenserfahrung und Profilierungssucht!
Ich hasse Menschen, Tiere und Pflanzen. Steine....Steine sind ok :thumbup:

3

02.05.2017, 15:42

Hallo mark8568,

erstmal danke für deine Antworten!

Wenn ich nicht in der Lage bin es zu rekonstruieren, soll ich dann einfach glaubhaft Lügen, oder die Wahrheit sagen? Habe nun mal teilweise Gedächtnislücken und bislang noch nie bewusst darauf geachtet und minutiös gezählt wie viel ich wirklich trinke...

Kontrolliertes Trinken möchte ich nicht. Bin ein "ganz oder gar nicht"-Typ und für mich ist Alkohol eher ein Werkzeug im Sinne eines sozialen Schmiermittels. Auf ein Bier am Abend kann ich leicht verzichten, also sollte ich das besser auch tun um sicherzugehen, dass ich auch wirklich bestehe. Die hohen Kosten sind mir wirklich ein Dorn im Auge, sodass ich eine erneute Prüfung gerne vermeiden würde.



Ok, also sofern ich dich verstanden habe:

Vorbereitung/Abstinenznachweis führen -> FS beantragen -> auf Post von FsSt warten, die mich zu einer MPU auffordert -> Termin für eine MPU machen -> bestehen -> FS erhalten

Korrekt?


Spricht etwas dagegen mich für den Abstinenznachweis an die örtliche Dekra zu wenden? Deren Labor ist auf jedenfall tauglich.

mark8568

"Dampfplauderer"

  • »mark8568« ist männlich

Beiträge: 5 384

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Beruf: Rentner

  • Private Nachricht senden

4

02.05.2017, 17:00

Wenn ich nicht in der Lage bin es zu rekonstruieren, soll ich dann einfach glaubhaft Lügen
Du weisst grösstenteils das Produkt, Du kennst den Zeitraum und deine ‰-Zahl. Daran kannst Du dich richten und das wird auch von Dir verlangt. Das gehört zur Auseinandersetzung mit Alkokhol.
Vorbereitung/Abstinenznachweis führen -> FS beantragen -> auf Post von FsSt warten, die mich zu einer MPU auffordert -> Termin für eine MPU machen -> bestehen -> FS erhalten

Korrekt?
Korrekt
Gruß aus Nürnberg
mark8568 :wave:

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++


Evtl. rechtiche Hinweise stellen keine Rechtsberatung dar
"Nüchtern wäre ich doch nie besoffen Auto gefahren"
Mein Geschwafel ist lediglich eine Mischung aus Lebenserfahrung und Profilierungssucht!
Ich hasse Menschen, Tiere und Pflanzen. Steine....Steine sind ok :thumbup:

5

02.05.2017, 22:22

Leck mich am A*sch! Ich habe hier schon viele Geschichten gesehen, die meiner ähneln - aber DIE, sie's fast 1:1. :D Selbst die 20km Entfernung sind gleich. :x
Schau dir mal meinen Thread an, dort ist meine ganze Geschichte. Vom Verlust bis zur Wiedererlangung! :)
Trunkenheitsfahrt mit 2,19 Promille BAK + "Unfall"

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