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02.12.2013, 23:51

Trunkenheitsfahrt mit Fahrerflucht...

Hallo zusammen,

ich habe riesigen Mist gebaut und meinen Führerschein nun zum zweiten Mal wegen Alkohol abgegeben.

Das erste Mal im Mai 1993. (Damals noch mit 18 )
-> 2,82 Promille

Hatte mich dann ein paar Jahre nicht drum gekümmert und meinen Führerschein im April 2003 neu gemacht.
Die entsprechende MPU hierzu hatte ich Ende 2002 oder Anfang 2003 gemacht, hier müsste ich nochmal genau schauen, wann das genau war...

Nun, Anfang November 2013 DIE EINE dumme AKtion:

Trunkenheitsfahrt mit Fahrerflucht.
Gepustet hatte ich 1,78 Promille.

Ich weiß es hört sich bescheiden an mit der Fahrerflucht, habe einen Zaun gestreift, bin stehen geblieben,
habe mir gedacht, dass kläre ich morgen.
Nur hat mich jemand gesehen, die Polizei gerufen und die haben mich nachts dann natürlich zuhause aufgesucht,
so nahm alles seinen Lauf. Die Blutwerte kenne ich noch nicht.

Einen Anwalt für Verkehrsrecht werde ich mir nun diese Woche suchen.

Ich weiß, dass ich einen riesen Fehler gemacht habe und nun stellen sich mir folgende Fragen:

Was erwartet mich?

Habe ich als Wiederholungstäter überhaupt eine Chance den Führerschein wieder zu bekommen?

Wenn ja, dann ist die nächste MPU ist wohl unumgänglich...

Dann habe ich was von einer 10 Jahres-Frist an Wiedererteilung gelesen.
Habe ich hier eventuell "Glück", dass mein erstes Vergehen hier nun gar nicht mehr gewertet werden darf,
bzw dieses aus meienr Akte "entfernt" wurde?

Wenn dem so ist, weiß der Gutachter dann, dass ich schonmal eine MPU gemacht habe?
(Ist natürlich der SuperGau...)


Zu dieser EINEN Trunkenheitsfahrt Anfang November:
Ich weiß es klingt vielleicht paradox, da ich diese "Geschichte" mit Trunkenheitsfahrt und MPU schon einmal hinter mir habe.
Es war tatsächlich meine erste Trunkenheitsfahrt seit Wiedererteilung des Führerscheins 2003.
Vorher immer schön mit dem Taxi gefahren wenn es nötig war.
Auch an diesem Abend wollte ich mit dem Taxi fahren.
Leider hat das in dieser Nacht nicht so recht funktioniert, da ich auf dem Land wohne und die Taxis an diesem Abend alle unterwegs waren.
Über eine Stunde Wartezeit, dazu stand ich draußen im kalten, es war November und ich hatte noch nicht mal eine Jacke dabei.
Fußweg wären 30 Minuten gewesen und so entschloß ich mich wohl zu fahren...

Viele Grüße,

Georg
Gruß,

Georg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Georg19« (28.02.2014, 13:52)


mark8568

"Dampfplauderer"

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2

03.12.2013, 06:44

Hallo Georg19 :will

Die entsprechende MPU hierzu hatte ich Ende 2002 oder Anfang 2003 gemacht, hier müsste ich nochmal genau schauen, wann das genau war...
Das wäre sehr wichtig. Ab dem Datum der letzten MPU ist diese 10 Jahre verwertbar.
Trunkenheitsfahrt mit Fahrerflucht.
Gepustet hatte ich 1,78 Promille.
Das ist MPU-Bereich
Was erwartet mich?
FS-Entzug zwischen 9 - 12 Monaten und wahrscheinlich eine MPU. Strafrechtlich zählst Du als Ersttäter, da die TF von 1993 nicht mehr verwertet darf und eine Geldstraf on 40 - 60 Tagessätzen
Wenn ja, dann ist die nächste MPU ist wohl unumgänglich...
So sieht es aus.
Habe ich hier eventuell "Glück", dass mein erstes Vergehen hier nun gar nicht mehr gewertet werden darf,
bzw dieses aus meienr Akte "entfernt" wurde?
Das habe ich ja oben schon geschrieben. Schau mal nach, wann der FS damals genau erteilt worden ist, ab biesen Tag beginnt die 10 Jahresfrist. Sollte es mehr als 10 Jahre sein, dann muss die alte MPU aus der Akte entfernt werden. Dazu mal in nächster Zeit einen Blick in die FS-Akte beim Amt werfen. Dort anrufen und Termin ausmachen. Die werden die Akte erst raussuchen müssen.
Wenn dem so ist, weiß der Gutachter dann, dass ich schonmal eine MPU gemacht habe?
(Ist natürlich der SuperGau...)
Sehe ich persönlich nicht so schlimm. Einziger Unterschied ist dabei, wie Du eine evtl. MPU angehen willst. Aber dazu später.
Fußweg wären 30 Minuten gewesen und so entschloß ich mich wohl zu fahren...
siehe dazu meine Fussnote :D
Gruß aus Nürnberg
mark8568 :wave:

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++


Evtl. rechtiche Hinweise stellen keine Rechtsberatung dar
"Nüchtern wäre ich doch nie besoffen Auto gefahren"
Mein Geschwafel ist lediglich eine Mischung aus Lebenserfahrung und Profilierungssucht!
Ich hasse Menschen, Tiere und Pflanzen. Steine....Steine sind ok :thumbup:

3

03.12.2013, 09:43

Hi Mark,

vielen Dank für Deine Begrüßung und Deine ausführliche Antwort ;-)

ich habe gerade mal nach den genauen Daten geschaut:

MPU war am 07.04.2003

Wiedererteilung der Fahrerlaubnis: 26.04.2003
Ich hatte damals die Prüfung nochmal neu machen müssen.
Von daher eigentlich eine Neuerteilung statt Wiedererteilung (Wenn das einen Unterschied macht)

Das erste Alkoholvergehen war im Mai 93.
Wäre immerhin positiv für mich, wenn das nun tatsächlich nicht mehr in den Akten ist und ich als Ersttäter zählen würde.

Der jetzige "Vorfall" war am 09.11.2013.
Also etwas länger als 10 Jahre zur ersten MPU und Erteilung der Fahrerlaubnis...

Könnte ich da wirklich mit 9-12 Monaten (und MPU) "davonkommen"?
War ja nicht nur ne Trunkenheitsfahrt, sondern es war ja auch Fahrerflucht dabei...


Nun mal zu dem wie es dazu gekommen ist:

Auto und Alkohol trenne ich prinzipiell strikt!
Das hat seit der Wiedererteilung immer funktioniert. Und das sogar sehr gut.
Alkohol trinke ich eigentlich selten.

5-6 Wochen vor dem besagten abend bzw. der besagten Nacht fingen bei mir gesundheitliche Probleme an:
- Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule.

Wer so was schon mal hatte, kann nachvollziehen was das für Schmerzen sein können.
Ich bin mit Sicherheit nicht überempfindlich aber die Schmerzen waren für mich unerträglich, dazu viel beruflicher Stress.
Ich habe die ganze Zeit auf die Zähne gebissen und alles ertragen, das war für mich noch irgendwie OK.

Nur was brutal schlimm für mich war, waren die Nächte, da ich kaum noch schlafen konnte.
Es hat immer ewig gedauert bis ich eingeschlafen bin, dann war ich spätestens nach einer halben Stunde wieder wach, wegen der Schmerzen.
Bis ich dann wieder einschlafen konnte dauerte es immer ewig, dann das gleiche Spielchen von vorne und so habe ich über Wochen von morgens bis abends Schmerzen gehabt und konnte nicht schlafen.
Das Nicht-Schlafen-Können war für mich richtig schlimm.
Bin teilweise rumgelaufen wie ein Zombie: Schmerzen ohne Ende und dazu hundemüde....

Leider bin ich kein Freund von Medikamenten und wollte keine Schmerzmittel nehmen.

Von meinem Schwiegervater bekam ich dann den Tipp "Dann trink doch vor dem Schlafen gehen mal zwei oder drei Schnaps, dann schläfste gut".
Gesagt, getan: Habe abends dann vier Ouzo getrunken und siehe da, ich war fix und fertig und konnte endlich mal ein paar Stunden am Stück schlafen.

So pendelte sich das irgendwann ein und so freute ich mich schon regelrecht darauf, abends endlich wieder Ouzu trinken zu können um zu schlafen...
Praradox, ich weiß, aber so pendelte es sich dann über Wochen ein:
Kinder waren im Bett, ich bin auf die Couch um Ouzo zu trinken, keine Schmerzen mehr zu haben und schlafen zu können...

Am besagten abend war ich beruflich lange unterwegs und musste dann noch zu einer Sitzung.
Ich hatte Schmerzen ohne Ende und trank daher ein Bier.
Mit der Bestellung des zweiten Bieres war für mich klar, ich fahre mit dem Taxi heim.
Also auch noch das dritte, vierte usw...

Irgendwann kam dann der Punkt an dem wir gingen.
Alle anderen fuhren mit dem Auto heim und ich sagte noch, nein ich hole mir ein Taxi.
Irgendwann waren dann alle weg und ich versuchte ein Taxi zu bekommen.
Das es bei uns auf dem Land lange dauern könnte, hatte ich irgendwie nicht mit einkalkuliert.
Bei allen Taxibetreibern über eine Stunde Wartezeit.
So stand ich draußen, es war Anfang November, es war kalt, ich hatte noch nicht mal eine Jacke dabei und keine Lust zu laufen.
Daher der bescheuerte Beschluß, die "paar Meter" zu fahren...

Ich schäme mich in Grund und Boden!

Viele Grüße,

Georg
Gruß,

Georg

mark8568

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4

03.12.2013, 10:09

Wiedererteilung der Fahrerlaubnis: 26.04.2003
Dann tritt verwaltungsrechtliche Verjährung mit Ablauf des 26.04.2013 ein. Aber wie gesagt, Termin ausmachen und Akteneinsicht beantragen. Die sollen das verjährte rausnehmen.
Könnte ich da wirklich mit 9-12 Monaten (und MPU) "davonkommen"?
War ja nicht nur ne Trunkenheitsfahrt, sondern es war ja auch Fahrerflucht dabei...
Ist eine pauschale Schätzung, da aus der TF und der Unfallflucht eine Gesamtstrafe gebildet wird. Meiner Meinung bleibt es bei einem bzw. darunter
Alkohol trinke ich eigentlich selten.

Lass Dir das mal im Kopf durchgehen, 1,78‰ lässt auf eine hohe Alkoholgewöhnung schließen. Ich sehe als Beispiel da immer meine Frau, wenn die mal ein paar Likör trinkt, liegt sie auf dem Sofa und will schlafen und da hat sie sicher unter 1 ‰. In dem Zustand würde sie das Auto nicht mehr finden geschweige denn einen Schlüssel ins Schloss bringen.

Du kannst dich trotz deines Promillewertes an alles erinnern und bist auch noch gefahren. Verstehst Du, was ich meine?
Gruß aus Nürnberg
mark8568 :wave:

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"Nüchtern wäre ich doch nie besoffen Auto gefahren"
Mein Geschwafel ist lediglich eine Mischung aus Lebenserfahrung und Profilierungssucht!
Ich hasse Menschen, Tiere und Pflanzen. Steine....Steine sind ok :thumbup:

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03.12.2013, 10:28

Hi Mark,

was die Gewöhnung betrifft, so merke ich normalerweise schon nach dem ersten Bier etwas...
Was den hohen Wert betrifft, so kann ich mir das mit der Gewöhnung nur so erklären, dass ich über Wochen jeden Abend mehr und mehr Ouzo getrunken habe um schlafen zu können. Waren zum Schluß etwa 6 bis 7 doppelte Ouzo (Also jeweils 4 cl), die ich abends in kurzer Zeit getrunken habe, nur um zu schlafen. Das hatte sich leider über Wochen so "eingespielt"

Ich kann mich noch schleierhaft daran erinnern wie ich draußen stand, gefroren habe und verzweifelt versucht habe ein Taxi zu bekommen.
An die Fahrt selbst erinnere ich mich nicht, erst wieder ab dem Zeitpunkt an dem ich den Zaun und das Tor gestreift hatte.
Danach ist wieder Filmriss bis ich irgendwann aufwachte weil die Polizei da war...

Da ich mich momentan noch mit dem Thema Anwalt beschäftige:
Kann mir hier jemand eventuell einen guten (Fach)Anwalt für Verkehrsrecht aus dem Raum Darmstadt empfehlen?

Viele Grüße,

Georg
Gruß,

Georg

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