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06.10.2004, 02:19

Vortest Geräte bei Cannabis und Nachweisbarkeit

Im Urin
Die häufigste Form des Nachweises von Cannabiskonsum ist ein Urintest, der Spuren von 11-nor-THC-COOH nachweist (vollständige Bezeichnung: 11-nor-d-9-Tetrahydrocannabinol-9-Carboxylsäure). Dabei handelt es sich um ein wasserlösliches und pharmakologisch unwirksames Abbauprodukt (Metabolit) von THC, dem Hauptwirkstoff von Cannabis.
Je nach Konsumfrequenz und Testgenauigkeit sind solche Spuren noch zwischen 10 Tagen und 2 Monaten nach dem letzten Konsum nachweisbar. Ein Urintest ist damit also nicht mit einem Alkoholtest vergleichbar, der den aktuellen Alkoholpegel im Blut bestimmt. Diese Tests sagen nichts darüber aus, ob jemand gerade unter Cannabiseinfluss steht (z.B. im Straßenverkehr oder am Arbeitsplatz), sondern nur, ob er oder sie in den letzten Wochen oder Monaten überhaupt Cannabisprodukte konsumiert hat .

Im Blut
Allein ein Bluttest kann feststellen, ob ein aktueller Cannabiseinfluss vorliegt. THC kann dabei nur wenige Stunden (ca. 6-12) nach dem Konsum festgestellt werden, also nur einige Stunden länger als die Wirkung anhält. Es gibt jedoch auch Bluttests, bei denen nach THC-Abbauprodukten gesucht wird. Diese Tests kommen in Nordrhein-Westfalen und Bremen zum Einsatz und können Cannabiskonsum ähnlich lange nachweisen wie Urintests.

Schweiß und Speichel

Bei Polizeikontrollen im Straßenverkehr kommen Schnelltests wie z.B. "Drugwipe" zum Einsatz. Solche Schnelltests sollen laut Herstellerangaben bis ca. 12 Stunden nach dem Konsum positiv reagieren. Grundsätzlich gilt nach dem Prinzip, dass niemand sich selbst belasten muss, dass man nicht zur Mitwirkung an einem Cannabistest verpflichtet ist.

In den Handflächen
Mit dem Schnelltest "Drugwipe" können auch Spuren von Cannabis am Körper nachgewiesen werden. Dabei wird die "Drugwipe" in Wasser getaucht und mehrmals über die Handfläche gestreift. Der Handflächentest ist kein Schweißtest, es wird nicht der Konsum, sondern nur der mögliche Handel mit Cannabis nachgewiesen ("Wer mit Cannabis handelt, muss es ja auch in der Hand gehabt haben").

In den Haaren
Auch die Haare können unter Umständen auf Cannabisrückstände getestet werden. Dabei ist die Haarlänge entscheidend - 1 cm entspricht etwa einem Konsummonat. Üblich ist, 5 cm von der Haarwurzel ab zu entnehmen, damit wird etwa das letzte halbe Jahr getestet.
"Danke für alles, für diesen Traum dieses Privileg, für die gute Gesellschaft, auf einem langen Weg"

Danke Böhse Onkelz!

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