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31.08.2004, 22:42

Shock! MPU nach 3 Jahren

Hallo miteinander!
Bin auf der Suche nach Informationen über die MPU über diese Seite gestolpert, ich brauch dringend einige Informationen und aufbauende Worte.

Folgendes ist mir heute passiert: meine Freundin rief mich heute mittag an, dass Post von der Stadt gekommen ist, inder eine MPU für mich angeordnet ist. Ich war geschockt! Kann doch nicht sein! Mitte April wurde ich wegen überhöhter Geschwindigkeit (63 in einer 30er-Zone) geblitzt und hab 3 Punkte kassiert. Deswegen direkt eine MPU? Ich dachte, dies wären meine ersten Punkte, aber weitgefehlt. Ein Anruf bei der Sachbearbeiterin der Stadt ergab, dass sie aufgrund der Eintragung in das Register (in diesem Fall) darauf aufmerksam geworden war, dass ein früheres Delikt wohl übersehen wurde. Im Oktober 1999 bin ich mit meinem Fahrrad von der Polizei angehalten worden, da ich ohne Licht gefahren bin. Das Problem dabei: ich hatte auch 1,6 Promille im Blut, da ich vorher mit Freunden auf einer Feier war. Damals wurde wohl, denke ich mal, die MPU irgendwie vergessen anzuordnen. Da ich schon aus diversen Berichten im Fernsehen und aufgeschnappte Geschichten von anderen gehört habe, dass das Bestehen von MPU´s bei Alkoholdelikten nicht grade sehr einfach ist, war der Schock gross und ist immer es noch. Dazu kommt die angespannte finanzielle Lage bei mir, die ca. 500-700 Euro sind kein Pappenstil. Dazu die Folgekosten, wie z.B. Vorbereitungen etc. ! Ich weiss nicht weiter momentan!

Meine Fragen an euch sind:
a) was meint ihr. sind meine Chancen auf ein Bestehen gross? Immerhin ist einige Zeit seit damals vergangen, und anhand meines Lebenslaufs seit dem Datum des Vergehens könnte man doch eventuell einen positiven Werdegang darlegen.
und, was mich momentan sehr bewegt:
b) ich habe mir heute nach der Arbeit erstmal Blut abnehmen lassen, um meine Leberwerte checken zu lassen. Ich lebe nicht abzienent was Alkohol angeht und muss zudem Tabeletten gegen Bluthochdruck nehmen. Meine Angst ist, dass man in Bezug auf die Werte auf einen Alkoholmissbrauch schliesst, zumal ich eine Fettleber habe. Bin wegen dieser Geschichten seit 2002 bei meinem Hausarzt in Behandlung, die letzte Leberuntersuchung war leider auch damals, die Auswertung hatte der Arzt aber noch und nach einem Blick drauf waren die, laut seiner Aussage, OK. Konntrolliert ein Hausarzt denn auch nach den bestimmten Parametern, die in diesem Test gefordert werden? Ich habe echt Angst, dass ich hier durchfalle. Was passiert denn dann überhaupt? Kann ich den Test später wiederholen.
c) man setzt mir nun einen Zeitraum von zwei Monaten, um das Gutachten bei der Behörde einzureichen. Hab telefonisch mal bei einer Fahrschule angefragt, die MPU-Beratungen anbietet. Das Gespräch verlief ganz gut, die Kosten würden 50 € pro Stunde betragen. Lohnt sich soe twas überhaupt? Was könnte man alternativ als Vorbereitung machen?

Leute, ich weiss nicht wo mir der Kopf steht, die ganze Geschichte ist wie ein Gewitter über mich hereingebrochen. Hab den ganzen Tag nichts essen können, so nimmt mich das ganze mit. Brauche dringend eure Antworten und, wenn´s geht, Beistand in der ganzen Geschichte!

2

31.08.2004, 23:07

Hallo Vling !

Also erst einmal herzlich Willkommen ! Ich möchte dich erst einmal beruhigen...ich weiss wie kopflos du dich im Moment fühlen musst, aber wenn das "Gespenst" MPU erst mal seinen Schrecken verloren hat, dann geht es eigentlich !! ;) Natürlich ist es auch sehr ärgerlich wenn einen sowas nach drei Jahren überrascht.
Und du hast schon mal etwas sehr wichtiges richtig gemacht...du informierst dich rechtzeitig.
So, nun leider zu den schlechten Nachrichten:
In den zwei Monaten Frist die du bekommen hast, ist eine MPU ziemlich sinnlos. Da du bei einer Alkohol-Mpu besser ein halbes Jahr Leberwerte testen lassen solltest.
Am Besten ist es, du liest erstmal den FAQ Bereich durch, da werden die meisten Fragen schon beantwortet. Und danach mal das Alkohol-Forum.
Und dann wäre es interessant zu wissen, wie deine Fragestellung genau lautet, da es eine Mischung aus Punkten und Alk. zu sein scheint.

Aber Kopf hoch !! Hier sind viele Leute die in Zukunft versuchen werden zu helfen, wo´s nur geht. Und wenn noch Fragen sind, immer her damit.

Grüße Sarah
Gimme any reason, why I´d need you ! Gimme any reason, why I shouldn´t f**k you up...
...But all the drugs in this world, won´t save us from herself...

3

31.08.2004, 23:52

wunderschönen guten abend vling!

medizinisch;
1. da du enthaltsam lebst, gehe ich davon aus das du damals maximal missbräuchler warst.
also: leberwerte keine pflicht,
war aber gut was du gemacht hast, denn sind die werte ok ist alles paletti, sind sie es nicht gehst du zum internisten und lässt dir den schaden bescheinigen!

also aus medizinischer sicht kein problem!
leberwerte nehmen lassen ist für missbräuchler keine pflicht.

psychologisch:
2. du sagst du lebst enthaltsam.
wie lange? bereits mindestens ein halbes jahr?

wenn ja , alles prima!

psychologisch auch kein problem.
du lebst freiwillig enthaltsam--- du wirst wichtige gründe dafür haben:
kannst du diese darlegen, ist auch der psychologische teil kein problem.

mensch jung, du bist auf einem super weg!
mein tipp:
geh erstmal zu ner laufbahnberatung am besten zur "mpu gmbh"
damit haben fast alle gute erfahrungen gemacht!
soll keine werbung sein, aber ich bin sehr zufrieden.

3. eine einfachfragestellung kostet maximal 400 euro.
wegen deinen 3 pünktchen wirds keine punkte mpu sein, also rechne mal mit 370 euro + neuantrag.

also auf zur laufbahnberatung.
ich war da gestern. ist in meinem fall sone art mpu simulation gewesen.
die haben gesagt: alles bestens, sie werden bestehen.
geh dorthin investiere die 50 - 100 euro, die werden dir sagen was du noch zu tun hast.

aber wenn die geschichte stimmt die du oben beschrieben hast, hast du bald wieder deinen lappen. mach dir keine sorgen.

PS MACH BITTE KEINE TEUREN VORBEREITUNGSKURSE!!!
WENN GELD FÜR DIE VORBEREITUNG DANN EINZELSTUNDEN BEIM PSYCHOLGEN!
HERR ROCK ( BETREIBER DES FORUMS ) HAT DA N´ tolles angebot gemacht... :) gell thomas!

also an die arbeit!
alles im grünen!
mfg!
matt
"Nur düstern Frieden bringt uns dieser Morgen;
Die Sonne scheint, verhüllt vor Weh, zuweilen."

4

01.09.2004, 00:10

Naja, dein Problem ist, dass in 8 Wochen dein Führerschein eingezogen wird, wenn du kein positives Gutachten vorlegst.

Bei mir war es so wie bei dir. Ich bekam nach einer OwI (0,52 Promille) die Aufforderung ein medizinisch psychologisches Gutachten vorzulegen (da zum 2. mal auffällig nach 0,72 Promille im Jahr 2000). Auch innerhalb von 2 Monaten.
War natürlich viel zu kurz.

Ich habe daraufhin die Führerscheinstelle angeschrieben, dass ich eine Verkehrstherapie angefangen habe und diese bis Ende August dauert und eine MPU vorher keinen Sinn machen würde. (Ich hatte den Führerschein da noch, musste ihn innerhalb von 4 Monaten für 3 Monate abgeben)

Daraufhin habe ich Antwort erhalten, dass meine Frist bis Ende August verlängert worden wäre (statt Ende März). Hat also geklappt, hab´Zeit genug gehabt.

Deshalb würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall einfach mal probieren, die Führerscheinstelle anzuschreiben und um Fristverlängerung zu bitten. Bei mir hat´s geklappt.

Ich 8 Wochen das ganze in Angriff zu nehmen dürfte glaub ich schwer werden, auch wenn die eigentliche TF mit dem Fahrrad schon länger her ist.

Oder aber du liest Tag und Nach in diesen und ähnlichen Foren :D
Aufgeschnappt im Idiotentest-Forum *gg

Erstellt von Kampfpilot
Als Autofahrer mit 0,0 Promille hat man ein viel größeres Betriebsrisiko als ein Reh oder Wildsau usw.

o1

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tvierp« (01.09.2004, 00:15)


5

01.09.2004, 06:59

Hallo miteinander! Vielen Dank für eure Antworten, klasse das es euch und dieses Forum hier gibt. Hab jetzt ebenfalls einige Stunden über die ganze Geschichte geschlafen, die Welt ist jetzt zwar trotzdem nicht rosig, aber ein wenig besser sieht sie schon aus.

Also, in Bezug auf die Leberwerte werd ich gleich trotzdem mal zum Arzt gehen und nach den richtigen Parametern suchen lassen, die hier ja angegeben werden. Die Probe istja noch in der Praxis, deswegen auch das frühe Aufstehen. Da ich nicht wirklich ohne Alkohol gelebt habe, und auch schonmal am Wochenende getrunken habe, hab ich schon Angst dass diese eventuell daneben sind. Ich versuch mich aber jetzt deswegen nicht verrückt zu machen bis zu Werte da sind. Hab gestern auch mit meinem Arzt über alles gesprochen, ein Attest wegen dem Bluthochdruck wird er mir auf jeden Fall ausstellen. Er versucht mir zu helfen, wo es geht.

Zu dem psychologischen Test: jetzt bekomm ich aber Angst in Bezug hierauf. Meint ihr die zwei Monate reichen nicht, um mich vorzubereiten? Eigentlich wollte ich dem Psychologen anhand der Zeitraums seit der Tat vor fast fünf Jahren und heute darlegen, wie sich mein Leben geändert hat. Habe damals wirklich einen missbräuchlichen Umgang mit Alkohol gehabt. Während den letzen 1 1/2 Jahren auf der Berufsschule fing es an, jeden Freitag und Samstag war ich und meine damaligen Freunde ziemlich breit im Orbit. Es fing langsam an und steigerte sich immer mehr, irgendwann ist man auch Mittwochs losgezogen, Bier für 1 Mark war ja auch sehr preiswert, und ich hab mir keinen Gedanken an die Schule am Folgetag gemacht. Dementsprechend wurden auch meine Noten schlechter, damit sanken auch meine Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Ich war zum Schluss perspektivlos und hab mir daduch einen Sinn gegeben. Den Abschluss hab ich mit Ach und Krach geschafft, verdient hatte ich ihn nicht, aber ich stand nach der Schule ohne Ausbildungsplatz da. Die Folge: rumlungern zu Hause oder auf Strässchen gehen mit meinen damligen Freunden. Das man mich dann damals angehalten hat, kam für mich sehr überraschend, war aber das beste, was eigentlich passieren konnte. Den Führerschein war ich erstmal los (bekam ihn drei Tage später allerdings wieder, man dachte ich wäre noch in der Probezeit an diesem Abend) und da ich nach dem Aufwachen am Folgetag ziemlich verzweifelt war, kam auch meine Mutter hinter meine regelmäßigen Besäufnisse, die ich vorher immer gut verstecken konnte. Es war ein richtig hartet Schuss vor dem Bug, wenn ich so weiter gemacht hätte, wäre ich wohl auf kurz oder lang abhängig geworden, da zum Schluss das Besäufniss mit meinen Freunden der einzig wirklich Sinn im Leben und Ziel der Woche geworden ist. Und jeder weiss: wer oft und viel trinkt, steigert seine Kondition, trinkt dann wieder mehr und öfter, ein Teufelskreis beginnt. Da ich an diesem Morgen nach der Tat nicht mehr ein noch aus wusste, beichtete ich meiner Mutter alles. Nachdem ich einen ordentlichen Anschiss von ihr bekommen hatte, haben wir einige Tage zusammen nach den Ursachen hierfür gesucht und nach Möglichkeiten, wie ich meine Zukunft und mein weiteres Leben gestalten sollte. Hab mich dann sofort für eine Zivildienststelle in einem Altenheim entschlossen, das volle Pflegeprogramm mit allem drum und dran. Auch hab ich mir Hobbys gesucht, in mir Abwechslung von dem manchmal schweren Tagen zu verschaffen. Es war eine harte Zeit, aber ich hatte endlich wieder einen geregelten Tagesablauf. Zusäzlich hab ich damals den Kontakt zu meinen Saufkumpanen abgebrochen und die Besäufnisse weggelassen. Wollte mir selber beweisen, dass es auch ohne geht, was auch gelang. Ich denke ich war damals nicht körperlich abhänig, dafür aber seelisch. Die Belohnung für all meine Ansprengungen im Leben Fuss zu dassen kam dann zu Schluss der Zivizeit: ich lernte meine Freundin kennen und habe einen Ausbildungsplatz bekommen. Nach Beendigung des Zivildienst kam zwar wieder die Gefahr der Langeweile, da einige Monate zwischen Beendigung des Zivilebens und Beginn meines Azubi-daseins lagen. Habe allerdings mich nicht mehr dem Besäufnissen hingegeben, zumal meine Freundin ja nun auch da war. Hab mir einfach einen Job bei McDonalds gesucht und damit die Zeit überbrückt. Mitlerweile habe ich meine Ausbildung mit Bravour beendet und stehe fest im Berufsleben. Meine Freundin ihrerseits hat in ihrer Jugend keine schöne Zeit gehabt, ihr Vater ist Alkoholiker, auch wenn er es nicht zugibt, und hat damals auch schonmal im Suff seine Frau verprügelt. Konnte meine Freundin überreden, eine Therapie wegen dem damals erlebten zu machen. Auch ich durfte in unserer Zeit einmal das Resultat dieser Sache begutachten. Sie hasst es, wenn jemand überhaupt etwas trinkt, schon alleine aus diesem Grund und da ich sehe, wohin das Trinken einen führen kann, trinke ich kaum oder wenig. Wenn ich fahre, wird überhaupt kein Alkohol angerührt, nicht einen Tropfen. Die Folgen von Alkoholmissbrauch und Sucht habe ich schon begutachten können, anhand meines "Schwiegervaters" oder z.B. eines jungen Mannes, der nach einer durchzechten Nacht sich auf sein Motorad gesetzt hat, gegen einen Baum geflogen ist und seitdem im dem Pflegeheim im Wachkoma liegt. Na ja, seit der Tat und heute ist nunmal viel Zeit vergangen, ich hoffe ich kann das bei der MPU auch dem Psychologen klarmachen. Meint ihr, dass wird mir gelingen? Oder kann man ohne den Besuch irgendwelcher Kurse nicht bestehen? Ich hab es damals von selber geschafft, grade weil die Warnung rechtzeitig kam in meinen Augen. Mein Leben drohte in einer Sackgasse zu enden, dessen bin ich mir heute bewusst.

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